→ Unser Prospekt zur Isel
21. Mai 2015

Einladung „Unsere Isel neu entdecken“

Auch wir laden recht herzlich zur Neuentdeckung der Isel am 30. Mai ein.
Teil des Programms ist eine Wanderung in Prägraten und in St. Johann i. W. und die Möglichkeit eines Besuches des Kesslerstadels (Kurzinfos zur Isel, Alpenverein-Ausstellung „Wege ins Freie“).

Weitere Informationen gibt es als PDF oder mitsamt einer Anmeldung für den Gratisbus auf der Seite des Alpenvereins.

 
 
22. Okt 2014

Tiroler Naturschatzfest

Auch wir sind am Samstag beim Naturschatzfest in Innsbruck vertreten.
Wir würden uns freuen, Euch dort zu treffen!

 
 
16. Jul 2014

Iselfest und Ausblick

Wie schon vor zwei Jahren fand auch diesen Sommer ein Fest an der Isel statt, diesmal organisiert von WWF, Alpenverein und uns in Prägraten. Das Iselfest bildete am Samstag auch den Ausgangspunkt für eine abenteuerliche Wanderung, die eine Gruppe junger Menschen zu den letzten wilden Flussjuwelen der Alpen führt: Die 20 Teilnehmer des WWF Jugendprogramms YTAE („Youth Taking Action For The Earth“) machen sich auf den Weg vom Ursprung der Isel in Osttirol über das Kärntner Drautal und entlang der Soca, bis nach Bovec in Slowenien. Die etwa 200 Kilometer sollen in knapp zwei Wochen auf Schusters Rappen, in Kanu- und Raftingbooten und per Fahrrad bewältigt werden.
Der aktuelle Stand des „Riverwalk“ kann auch online verfolgt werden:

Riverwalk


Beim Iselfest stand unter anderem in Form von einigen Stationen hauptsächlich die Schönheit der Isel auf dem Programm. Aber auch das geplante Kraftwerk wurde des öfteren angesprochen, so auch von TVBO-Obmann Franz Theurl: „Ich bin gerne nach Prägraten gekommen, weil es mir ein Anliegen ist, auch seitens des TVB Osttirol Flagge zu zeigen, Flagge für die Bewahrung der Isel. Unsere touristische Naherholungslandschaft ist das Kapital, das wir für unsere Gäste nutzen können.“


(weitere Bilder)

Wie geht es mit der Isel jetzt weiter?

Momentan steht die Debatte um Natura 2000 im Vordergrund. Ziemlich sicher ist, dass ein Teil der Isel nominiert wird, gestritten wird noch darum, welche Bereiche ausgelassen werden. So versuchen etwa die Bürgermeister der Kraftwerksgemeinden mittels eigener Studie zu belegen, dass in den Bereichen der geplanten Kraftwerke eine Natura 2000-Ausweisung nicht notwendig ist, siehe dazu der Artikel auf Dolomitenstadt.at. Über die Diskussion an sich ist auch ein äußerst lesenswerter Kommentar erschienen: Es geht nicht um Tamarisken – es geht um Kraftwerke.

Unsere Chancen, die Isel freifließend zu erhalten, sind aber so wie so relativ hoch, nachdem das geplante Kraftwerk in der Prüfung nach dem Kriterienkatalog Wasserkraft praktisch durchgefallen ist. Interessantes Detail am Rande: Der Kritierenkatalog wurde von der Planungsfirma erstellt (INFRA), die auch das Projekt an der Isel vorantreibt. Aber damit nicht genug: Ihr zweites Projekt, ein Kraftwerk an der Sanna, ist vor ein paar Tagen ebenfalls nach diesem Kriterienkatalog mit „wenig optimal“ bewertet worden, die Riskanz des Projektes an der Isel wird das sicher nicht verringern.


 
 
8. Jul 2014

Einladung zum Iselfest

Jugendliche aus verschiedenen Ländern treffen sich in Prägraten und starten hier zum Riverwalk, der sie auf 200 km vom Ursprung der Isel über die Drau bis zum Fluss Soca in Slowenien führen wird.
Wir heißen sie willkommen mit einem

Iselfest

Samstag, 12.07.2014 ab 12:30 bis 17:00 Uhr im Oberroana Feld (unterhalb des Spar-Marktes Prägraten)
Es gibt live Musik mit Franz Suntinger, interessante Workshops zum Thema Wasser, „Schmuck aus Stein zum Selbermachen“, ein tolles Kinderprogramm und natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Auf ein „rauschendes“ Fest mit zahlreichen Besuchern freuen sich wir als Bürgerinitiative, der Alpenverein und der WWF.


Einladung als PDF
 
 
4. Jul 2014

Schutz der Isel: Brüsseler Geldtöpfe sind jetzt voll für grüne Projekte

WWF: Natura 2000 - Gebiet korrekt abgrenzen und EU-Förderungen abholen

Derzeit läuft der Countdown für die Ausweisung des Natura 2000 – Gebietes an der Isel. Geht es nach einigen Bürgermeistern im Iseltal, soll das künftige Europaschutzgebiet nur ein „Fleckerlteppich“ von Schutzzonen werden und alle Kraftwerksvorhaben weiterhin möglich sein. „Die Isel und ihre Seitengewässer sind aber eine untrennbare Einheit! Alle Flüsse und Bäche eines Flusssystems sind wie die Finger einer Hand, die nur funktionsfähig ist, wenn alle Finger dran sind. Deshalb muss eine fachlich korrekte Abgrenzung die gesamte Isel umfassen“, unterstreicht Gebhard Tschavoll vom WWF. Dies könnte sich auch finanziell auszahlen: Der WWF veröffentlicht heute ein Konzept für ein LIFE-Projekt an der Isel, das bis zu acht Millionen Euro nach Osttirol bringen könnte.

Mit dem Start der neuen LIFE - Förderperiode der EU erhalten die Nationalparkgemeinden die große Chance, in die nachhaltige Entwicklung der Region und in den Ökotourismus zu investieren, statt die einzigartigen Naturschönheiten des Iseltales kurzfristigen Kraftwerksinteressen zu opfern. Der LIFE-Projektvorschlag des WWF basiert auf dem Nominierungsvorschlag 25 führender österreichischer Wissenschaftler und liegt der Landesregierung und der EU-Kommission vor. „Eine falsche Abgrenzung würde in Brüssel durchfallen. Für anerkannte Natura 2000 - Gebiete stehen hingegen substanzielle Förderungen zur Verfügung“, so Tschavoll. Bis zum 16. 10. 2014 kann Österreich im sogenannten LIFE - Naturschutztopf Projekte einreichen.

Der Startschuss zur Einreichung neuer LIFE–Projekte erfolgte Ende Juni. Naturschutz-, Biodiversitäts- und Klimaprojekte werden von der EU mit insgesamt über 280 Millionen Euro gefördert. Mehr als 100 Millionen Euro davon entfallen auf Projekte des Natur- und Artenschutzes. Dabei gehen die Fördermöglichkeiten weit über den reinen Naturschutz hinaus. Der WWF schlägt eine Kombination von ökologischen Wasserbauprojekten, Maßnahmen zur Verbesserung der Flusslebensräume, aber auch Impulse zur Förderung eines naturverträglichen Tourismus vor, der ein Erleben der Schönheiten des Iseltales unterstützt. Rund 8 Millionen Euro könnten als Investitionssumme nach Osttirol fließen und die Isel nicht nur lebendiger sondern auch sicherer vor Hochwässern machen.

„Beispiele für äußerst erfolgreiche LIFE-Projekte sind etwa die Obere Drau in Kärnten oder der Tiroler Lech. Dort wurden insgesamt über 12 Millionen Euro investiert und vorgezeigt, dass es viel lukrativer sein kann, die Natur zu erhalten, statt sie zu zerstören“ sagt Tschavoll. Der WWF ist davon überzeugt, dass der Herzfluss Osttirols – die Isel – ein wesentlicher Motor für die regionale Entwicklung sein kann. Als internationale Organisation ist der WWF an der Entwicklung und dem Management von zahlreichen Flüssen in Europa und darüber hinaus beteiligt und bietet der Landesregierung sein Know-How für die erfolgreiche Einreichung eines LIFE-Projekts an.

Ein Isel-Life Antrag vom WWF zum Download.

 
 
Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 >
Die Gemeinden Virgen und Prägraten planen um insgesammt 144 Mio. € (Preisbasis und Stand 2011) ein Kraftwerk, wobei der Großteil der Isel, dem letzten freifließenden Gletscherfluss der Alpen, für über 15km ausgeleitet werden soll. Wir von der Bürgerinitiative sind pro Isel und gegen das Kraftwerk Virgental, oder wie es von der PR-Firma umbenannt wurde "Kraftwerk Obere Isel".