→ Unser Prospekt zur Isel
19. Mai 2013

Ganz im Sinne der Zukunft

Warum der Alpenverein kein Verhinderer und die Mitglieder keine Fundamentalisten im Naturschutz sind.
Grüne Wiesen, bizarre Felsen, unberührte Gipfel, eine naturbelassene Landschaft, das sind die Motive, mit denen die Tirol Werbung, die Tourismusverbände in den Tälern und auch die Hotels werben. Den Wohlstand der Tiroler Bevölkerung haben wir zu einem großen Teil dem Tourismus zu verdanken. Warum kommen die Menschen so gerne zu uns? Die Antworten auf diese Frage sind mannigfaltig. Neben der guten Küche, der Freundlichkeit der Einheimischen, dem Freizeitangebot im Sommer und Winter ist es in erster Linie unsere Landschaft, die verzückt und den Gast nach Tirol zieht.
Es ist unbestritten, dass der Gast im Winter perfekte Pisten, moderne Lifte und eine der Zeit entsprechende Infrastruktur erwartet. Ebenso unbestritten ist es aber, dass dies alles keinen Wert hätte wenn es nicht auch unberührte Natur gäbe. Der Alpenverein setzt sich für die Erhaltung der Ursprünglichkeit der Bergwelt ein, ohne aber aus den Augen zu verlieren, dass die Modernisierung der Infrastruktur notwendig ist. Er versteht sich als Anwalt der Alpen. Er war es, der nach seiner Gründung 1862 durch den Bau von Schutzhütten und alpinen Wegen die Ostalpen erschloss, sich dann aber selbst einen Erschließungsstopp auferlegte, der bis heute gilt. In der „Satzung des Oesterreichischen Alpenvereins“ steht, dass es sein Zweck ist, neben der Förderung des Bergsteigens die Schönheit und Ursprünglichkeit der Bergwelt zu erhalten. Diesem Satzungsauftrag sind seine Funktionäre verpflichtet. Der Oesterreichische Alpenverein ist wohl die einzige gewichtige Organisation, die mahnende Worte erhebt, wenn Neuerschließungen von Skigebieten, der Zusammenschluss solcher oder die Aufhebung von Ruhegebieten gefordert werden. Das Einnehmen dieser Schutzfunktion hat aber nichts mit Verhinderung, Aufruf zum Boykott der Wirtschaft oder Naturschutzfundamentalismus zu tun. Der Verein ist nicht gegen alles und jedes, sondern bezieht nur Stellung, wenn dies erforderlich erscheint. Im Jahr 2012 wurden in Tirol 16 Beschneiungsanlagen, 29 Aufstiegshilfen und 27 beantragt. Nur ein Antrag wurde von der Landesregierung abgelehnt. Der Alpenverein ist gegen keines dieser Projekte vorgegangen. Lediglich bei den Projekten Piz Val Gronda, dem Zusammenschluss Schlick-Lizum und Sexten-Sillian hat er völlig zu Recht seine Stimme erhoben. Der Erschließungsdruck auf die Natur ist enorm, in die Zukunft gerichtetes, über Wahlperioden hinausgehendes Denken ist rar.
Noch etwas: Wer glaubt, dass unsere Berge so, wie sie sind, nicht attraktiv genug sind, der irrt! Es ist absolut nicht notwendig, skurrile Ideen zu entwickeln, wie man den Gast nach Tirol locken muss. Treppen auf die Nordkette, elektrische Bergfeuer oder ein Tal der Vergangenheit, in dem Touristen durch ein großes Tor in das Tirol vor 100 oder 200 Jahren eintauchen können, sind nicht das, was der Gast will. Es ist die Natur, die Ursprünglichkeit und die Ruhe in den Alpen, die der Mensch sucht.
Und genau für den Erhalt dieser Landschaft als immensen Wert für die Zukunft unserer Gesellschaft stehen der Alpenverein uns seine Funktionäre. Dafür bitte ich um Verständnis.

Brief an Tirol von Dr. Andreas Ermacora (Präsident des OeAV), abgedruckt in der Tiroler Tageszeitung

 
 
17. Mai 2013
Netzwerk Wasser Osttirol

Kraftwerk Virgental - kein Partner in Sicht

Nicht einmal die heutige Jubelmeldung der Werbeagentur wiko (wir werden sie demnächst in unseren Medien finden) kann verheimlichen, dass für die beiden Virgentaler Gemeinden kein konkreter Partner für den Kraftwerksbau in Sicht ist.

Nach der klaren Absage von TIWAG-Vorstandsdirektor Wallnöfer in Matrei im November 2012 und dem Rückzug der Wien Energie im Februar 2013 ist es längst nicht mehr der Fall, dass große Energieversorger "in der Schlange" als Bauwillige anstehen, wie seinerzeit von BM Ruggentahler verkündet wurde.

Das ist auch sehr verständlich angesichts einer Situation auf dem Strommarkt, die dazu geführt hat, dass nicht nur große Pumpspeicher-Projekte wie Limberg 3 in Österreich oder Grimsel 3 in der Schweiz zurückgestellt wurden, sondern sogar schon genehmigte baureife Laufkraftwerke wie das Salzachkraftwerk in Gries aus "wirtschaftlichen Gründen" nicht errichtet und auf "unbestimmte Zeit" verschoben werden (SN vom 25.4.2013).

Nur im Virgental versuchen Werbeagenturen wie die SVWP immer noch, mit blumigen Versprechungen über die Segnungen eines Kraftwerksbaues ("Daseinsvorsorge, Entschuldung von Privathaushalten") leichtgläubigen Menschen eine Fata Morgana als Realität zu verkaufen.

Weitere Artikel auf Wasser-Osttirol.at.

 
 
6. Mai 2013
Tiroler Tageszeitung

Neues Naturparadies ist zugleich eine Mahnung

Der „Iselblick“ vor den Toren von Lienz lädt zur Erholung in purer Idylle. Er ist aber auch Symbol dafür, wie wertvoll unverbrauchte Natur ist.
 
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5. Mai 2013
Kleine Zeitung

Flora und Fauna am Iselblick vereint

Das Projekt "Pöllander Iselblick" gewann Wettbewerb im Sommer 2011. Die gleichnamige Plattform, die am Freitag mit Segen von Oben eröffnet wurde, soll als Erholungsort dienen.
 
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2. Mai 2013
Dolomitenstadt.at

“Pöllander Iselblick” wird am 3. Mai eröffnet

Preisgekröntes Projekt des Landschaftsschutzvereins ist fertiggestellt.

2011 wurde der Osttiroler Landschaftschutzverein mit dem Projekt “Reaktivierung Altarm Isel” Tiroler Landessieger beim Wettbewerb “Naturschutzprojekte an Österreichs Fließgewässern”.
 
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15. Apr 2013
Dolomitenstadt.at

Kraftwerksstopp an der Isel immer wahrscheinlicher

Osttiroler Isel-Aktivisten informierten sich im EU-Parlament in Brüssel über Natura 2000.

An einem Expertengespräch zum Thema Natura 2000 im Europaparlament in Brüssel nahmen vorige Woche auch vier Vertreter der „Iselfrauen“ und der „Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk Virgental“ teil.
 
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25. Mär 2013
Tiroler Tageszeitung

Tirol spielt auf Zeit bei EU-Schelte zu Natura 2000

Land gab keine inhaltliche Stellungnahme zum Vorwurf der Nichtaus-weisung des Piz Val Gronda oder der Isel als Natura-2000-Gebiet ab.
 
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Die Gemeinden Virgen und Prägraten planen um insgesammt 144 Mio. € (Preisbasis und Stand 2011) ein Kraftwerk, wobei der Großteil der Isel, dem letzten freifließenden Gletscherfluss der Alpen, für über 15km ausgeleitet werden soll. Wir von der Bürgerinitiative sind pro Isel und gegen das Kraftwerk Virgental, oder wie es von der PR-Firma umbenannt wurde "Kraftwerk Obere Isel".