→ Unser Prospekt zur Isel
Wenn der Mensch die Natur gewaltsam verändert - wie auch im Fall des geplanten Kraftwerks an der Isel - schadet er sich letztlich immer selbst.
Was für eine maßlose Arroganz und Kurzsichtigkeit, entstanden aus materialistischer Weltsicht, Gier und Profitdenken, zu glauben, wir könnten uns die Natur so hinbiegen wie wir es wollen und dabei über Berge von Leichen gehen - im Fall des Isel-KW: getötete Pflanzen und Tiere!
Die Natur könnte gut bzw. BESSER OHNE uns Menschen leben, aber wir brauchen die Natur für ein menschenwürdiges Leben!!
Wir sind nur das "letzte Kind" dieser Schöpfung, aber WIE gehen wir damit um! Ganz offensichtlich sind wir alles andere als die Krone der Schöpfung, viel mehr ein Blindgänger und Lebensfeind, wenn wir solchen fatalen Verstandesauswüchsen folgen! Deshalb:
KEIN KRAFTWERK im VIRGENTAL !!!
Lübeck
Ich bin seit vielen Jahren Urlaubsgast in Prägraten. Die Isel ist ein wunderbarer, naturnaher Fluß, an dem ich regelmäßig Spaziergänge unternehme - besonders genieße ich den Abschnitt zwischen Hinterbichl und Ströden. Es wäre furchtbar, wenn dieser paradiesische Erholungsraum durch ein Kraftwerk und alle damit verbundenen Baumaßnahmen zerstört würde! Prägraten würde dadurch eine seiner großartigen Besonderheiten verlieren!!! Retten wir gemeinsam die Isel - Urlaubsgäste wie Einheimische!!!
Marianne Kohler-Schneider, Wien
I bin zwor für die Wasserkroft weil irgendwo missma jo in Strom her griegen, weil lieber isch ma Wosserkroft wie atomkraftwerke( hot men eh gsechen wos passiert isch in japan) oba wenn eh schun in prägroten a Kroftwerk isch und im Tauerntol baut die Tiwag eh a orns oft hom mir im Iseltol unsern Beitrog zur Strom erzeug geleistet! Und übrigens bin i eh schon Opfer von unseren Vorfahren- de wos zugellassen homb das eine Hochspannungsleitung genau über unsere Almhütte- Raneburg durquert- Danke!!! Irgenwann hört sich der Spaß auf!!!
Robert Waldner, Matrei i. O.
Was haben die "Macher" des Kraftwerkes Virgental
bloß im Hirn??
Auf unserem Globus wo jeden Tag Naturjuwele aus Profit sterben müssen, darf die Isel nicht sterben!!!
Meine Familie und ich sind seit mehreren Jahren Urlaubsgäste in Prägraten und Umgebung. Mit dem
Dahinsichen der Isel als Rinnsal ist dieses Urlaubsziel für uns nicht mehr lohnenswert! Die Isel in seiner ganzen Schönheit und Kraft gehört zu Osttirol, wie das Herz zu jedem Lebewesen!
Für uns steht fest, das wir, unsere Kinder/ Verwandte und Freunde das Urlaubsziel Osttirol/ Prägraten nie mehr aufsuchen werden, wenn das Kraftwerk kommt!
Wir werden uns ein anderes Urlaubsziel aussuchen,
dort wo die Natur ihrem Ursprung entspricht und dies auch so akzeptiert wird!
Ilona Liese, D-23560 Lübeck
Ich habe auf dieser Seite gesehen, dass die Emotionen recht hochkochen. Völlig richtig. Aber lassen wir doch einmal für nur 5 Minuten diese gefühlsmässigen Regungen ausser Acht und rechnen doch mal, denn Fakten (durch Zahlen belegte Tatsachen) lügen normalerweise nicht.

Wasser:
Das Jahr hat 31.536.000 Sekunden (60 x 60 x 24 x 365).
Das neue Kraftwerk benötigt 15 m³ Wasser pro Sekunde.

Dies sind im Jahr also 473.040.000 m³ Wasser.

Laut http://www.wasser-osttirol.at/media/m_mitt_isel_hib_gr.jpg (und wir glauben die Zahlen einfach einmal) liegt aber der maximale Wasserdurchfluss der Isel weit darunter, bei etwa 165.500.000 m³.

Es stellt sich nun die Frage, wo denn bitteschön der Rest von 305.000.000 m³ herkommen soll. Aus der Isel alleine wohl kaum. Was steht denn sonst noch zur Verfügung? Es ist also anzunehmen, dass nach der Fertigstellung der Anlage ein Erweiterungsbau fällig wird, um das Gesamtprojekt nicht zu gefährden.

Kosten:
Die Gesamtkalkulation beläuft sich im Moment auf 144 Mio. Euro (+/- 20%). Gut. Hat irgendjemand von Euch in den letzten Jahren auch nur ein öffentliches Projekt erlebt, dass nicht nach recht kurzer Zeit finanzell völlig aus dem Ruder lief?

Ein Beispiel dazu.
Hier in Köln hatte man vor ein paar Jahren die grandiose Idee, eine neue U-Bahn-Verbindung (Nord-Süd-Verbindung) zu bauen. Kostenpunkt 480 Mio. Euro.
Nach noch nicht einmal der halben Bauzeit kam die Nachkalkulation. Neuer Preis für dieses Ding: 950 Mio. Euro. Ein paar Monate später die Nach-Nachkalkulation. Neue Kosten: 1,2 Milliarden Euro. Und das Projekt ist noch lange nicht fertiggestellt.
Übrigens: die Kosten für den Einsturz des Stadtarchivs und die Folgekosten für die Wiederherstellung der beschädigten Unterlagen sind noch nicht einmal ansatzweise überschaubar, man redet von etwa 40 Jahren Zeitbedarf für die vollständige Wiederherstellung des Archivs und Kosten in Höhe von etwa 4 Milliarden Euro.

Auf Basis dessen seien wir fair und und ziehen die Kraftwerksbaukosten auf 250 Mio. Euro hoch. Stellt sich die Frage, ob die beiden Gemeinden überhaupt in der Lage sind, die doppelte finanzielle Belastung aufzubringen. Wenn nicht, übernimmt die Tiwag die Zusatzkosten, aber der Beteiligungsanteil der Gemeinden sinkt natürlich von 25% auf 12,5%.

Da sich aber die Kosten nun fast verdoppelt haben, steigt natürlich der Zeitraum, in dem das Kraftwerk mal Gewinne einfährt, auf das fast doppelte (nicht 20 Jahre, sondern 40 Jahre)

Sollte nun aber auch die oben beschriebene Wasserdurchflussmenge nicht verfügbar sein, und dies ist sie ja wohl nicht, kommt nicht genug Ertrag in die Kasse, und dies heisst, das die Finanzierungszeiten des Kraftwerks sich noch einmal auf nicht kalkulatorisch erfassbare Zeiten verlängert (nicht 40 Jahre, sondern möglicherweise 60 oder 70 Jahre).

Unter welcher Gesellschaftform soll das Kraftwerk betrieben werden?
Ich weiss in Moment nicht, ob es in Österreich so etwas wie eine GmbH gibt, nehme es aber mal an. Nun gibt es einen sehr miesen Trick, um einen lästigen Partner aus einer solchen Gesellschaft heraus zu kegeln:
man erhöht das Stammkapital so lange, bis der Partner nicht mehr mithalten kann. Man übernimmt die freiwerdenden Anteile, die anteiligen Schulden aus der nun ehemaligen Partnerschaft muss der ehemalige Partner abe nach wie vor bezahlen.
Das heisst im Klartext: die Tiwag erhöht irgendwann das Stammkapital so lange, bis die Gemeinden nicht mehr mithalten können. Die Tiwag übernimmt die Anteile, aber die Schulden, die bisher die beiden Gemeinden zu stemmen hatten, bleiben auch weiterhin zu bezahlen, auch wenn sie nicht mehr in der Betreibergesellschaft drin sind.
Es ist sehr wohl anzunehmen, dass die Tiwag solche Massnahmen in der Vergangenheit durchgezogen hat und dies auch in Zukunft tun wird.

An die Herren Bürgermeister ist der dringende Appell zu richten, sich bitte SEHR GENAU zu überlegen, ob man die Gemeinden in ein solches nicht zu kalkulierendes Abenteuer mit mehr als ungewissem Ausgang führt.




Peter Kaesemann, Köln
Die Gemeinden Virgen und Prägraten planen um insgesammt 144 Mio. € (Preisbasis und Stand 2011) ein Kraftwerk, wobei der Großteil der Isel, dem letzten freifließenden Gletscherfluss der Alpen, für über 15km ausgeleitet werden soll. Wir von der Bürgerinitiative sind pro Isel und gegen das Kraftwerk Virgental, oder wie es von der PR-Firma umbenannt wurde "Kraftwerk Obere Isel".