→ Unser Prospekt zur Isel
Seit vielen Jahren schon ist unsere Familie auf Urlaub in Matrei. Uns gefällt einfach der Nationalpark Hohe Tauern und die wunderschöne Osttiroler Landschaft. Da tut es weh, wenn hier immer wieder fragwürdige Kraftwerkspläne gewälzt werden, und Flußtäler einschneidend verändert werden sollen. Hier gilt es entschieden Widerstand zu leisten, wie damals im Kalser Dorfertal - aber auch bewußter mit elektrischer Energie umzugehen.
Alois Bouchal, Pettenbach, OÖ.
Osttirol muss Osttirol bleiben! Kein "Wirtschaftsstandort", kein "Tourismusstandort" mit allem was dann folgt: "Wettbewerbsfähigkeit", "Attraktivität", "Konkurrenz".. denn wird einmal begonnen, sinkt die Hemmschwelle. Wir kennen das doch schon zur Genüge aus anderen Tälern.
Was kommt denn als nächstes für die Wirtschaftsstandortssicherung??
ein Flughafen, damit die armen Touristen nicht so weit fahren müssen..
eine Autobahn, damit alle schneller durch die Landschaft düsen können..
??


Judith Holzer, Berlin
Ich habe mittlerweile einen Sohn in Prägraten und bin daher oft hier. Immer wieder erzählen mir Einheimische, daß der Tourismus nicht so gut läuft. Man kann alles aus dem Boden stampfen (Hotels, Skigebiete, Funparks etc.) außer einer unberührten Natur wie es sie hier noch gibt - die hat man oder man hat sie schon zerstört wie in vielen anderen Gebieten Österreichs. Es gibt ein Tal in Tirol, welches sich unter dem Motto vermarktet: "Kommen Sie zu uns, denn wir haben nichts!" Genau das schätzen viele Menschen - die unberührte Natur - diese als touristische Einzigartigkeit zu vermarkten, darin sollte man Geld investieren und nicht in ein Projekt, um sie und damit eine unwiederbringliche Chance zu zerstören und dem Tourismus vielleicht endgültig den Garaus zu machen.
Wenn ich Magenprobleme habe, werde ich Medikamente einnehmen, die meinem Magen helfen und nicht die ihn weiter schädigen! Wenn es also im Tourismus kränkelt, was sollte man dann also tun - meiner Meinung nach sehr einfach zu beantworten!?
Harald Müller, St Johann im Pongau
Jedes weitere Wasserkraftwerk heizt den Stromverbrauch an, der dann im Winter nur über Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke gedeckt werden kann, weil ja im Winter fast kein Wasser fließt. "Sinnvoll ist nur das Einsparen von Energie: Allein in den Bereichen Beleuchtung, Warmwasseraufbereitung und bei elektrischen Geräten können bis zu 15 Terawattstunden eingespart werden - doppelt soviel wie der geplante Vollausbau der Wasserkraft in Österreich mit 7 Terawattstunden bringen würde" (WWF).

Ich kann nicht verstehen, dass die Gemeinderäte von Virgen und Prägraten für volkswirtschaftlich unsinnige Projekte ihre Natur vor der Haustür opfern wollen. Jedenfalls die Bauwirtschaft freut es!
Monika Koller, Lienz
So traurig mich das geplante Kraftwerksprojekt stimmt, so hoffnungsvoll stimmt mich die einhellige Ablehnung durch Einheimische UND Gäste, die beide den Wert dieser einzigartigen Naturlandschaft schätzen ! Wenn ich die "Weitsicht" der verantwortlichen Politiker im Allgmeinen betrachte, dann hoffe ich inständig, daß in diesem Fall endlich mal der Naturschutzgedanke über den schnöden Mammon siegt und der Kraftwerksplan durch den Widerstand der Betroffenen zu Fall kommt !....Lasst der Natur ihre Freiheit, sonst nimmt sie sich die Freiheit !
Bernd Pausch, Villach
Die Gemeinden Virgen und Prägraten planen um insgesammt 144 Mio. € (Preisbasis und Stand 2011) ein Kraftwerk, wobei der Großteil der Isel, dem letzten freifließenden Gletscherfluss der Alpen, für über 15km ausgeleitet werden soll. Wir von der Bürgerinitiative sind pro Isel und gegen das Kraftwerk Virgental, oder wie es von der PR-Firma umbenannt wurde "Kraftwerk Obere Isel".